Aufgabe 8


Das Neoklassische Dogma

Die Konsumentensouveränität beinhaltet das neoklassische Dogma, dass niemand das Recht habe – auch die demokratisch legitimierten Entscheidungsträger nicht – Entscheidungen der Konsumenten zu ändern.

Die Neoklassik geht von der Vorstellung aus, dass jedem Mensch immer zu seinem eigenen Besten handelt und damit in der Summe für die Gesellschaft im Ganzen.

Somit ist jegliche staatliche Einflussnahme überflüssig. Die hat zur Folge, dass kein Platz für gesellschaftliche Ziele jenseits der Interessen der einzelnen Gesellschaftsmitglieder besteht.

Es herrschen im Wesentlichen vier Voraussetzung für vollkommene Märkte.

Zum einen, dass auf den Märkten vollkommener Wettbewerb herrscht. Desweiteren, dass sich das technische Know-how nicht ändert. Außerdem verfügen alle Wirtschaftsakteure über alle notwendigen Informationen. Dadurch erreichen die Tauschpartner stets den  Pareto-optimalen Punkt, was bedeutet, dass die Tauschpartner solange mit einander handeln, bis weiteres handeln zu einer Verschlechterung der Position eines der beiden Tauschpartner führen würde. Zudem gehen alle Kosten und Nutzen in die Preise ein. Es entsteht eine optimale Allokation, weil eine Verknappung ausgeschlossen ist, da sonst die Preise oder das Angebot steigen würden. Deshalb kann es auch zu keiner Übernutzung der Güter kommen.

Konsequenz

Eine reine Marktwirtschaft – ohne Staatseingriffe – führt stets zum Gesamtwohl. Hierdurch ist die ablehnende Haltung der Neoklassik gegenüber der sozialen bzw. sozialistischen Forderung nach einem Sozialstaat begründet.

Raphael & Paul

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