Neue Schulen
Begriffserläuterungen
Monetarismus
- Schule die aus der Kritik der keynsianischer Lehre entstand
- Erhebt Anspruch eines geschlossenen, wirtschaftstheoretischen Systems, dass die ökonomische Realität besser zu verstehen glaubt
- Knüpft an Klassik und Neoklassik an –> von der Stabilität marktwirtschaftlicher Systeme wird ausgegangen
- Geldwertstabilität = Hauptproblem
- Lösung= restriktive Geldpolitik = Zentralbank muss Geldmenge steuern
- Der Staat sollte sonst nicht weiter eingreifen
Neue Institutionenökonomie
- Keine geschlossene Theorieschule
- Zusammenleben und Wirtschaftsbeziehungen erfordern Normen, Regeln und Einrichtungen = Institutionen
- Ursprünglichen Erkenntnisse gehen auf Adam Smith zurück
- Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht:
- Wirkung von Anreizinstrumenten
- Bedingungen für die optimale Allokation (z.B. optimale Versorgungsgestaltung, kostengünstige Organisation von Transaktionen)
- Ohne Institutionen keine Arbeitsteilung –> Einfluss auf die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft
- Unterschiedliche Forschungsansätze:
- Theorie der Verfügungsrechte:
- Wie wirken sich Verfügungsrechte auf die Verteilung und Nutzen von Gütern und Ressourcen aus?
- Staat, politische Parteien ein leere Hülle, die durch die Summe der Verhaltensweisen der individuellen Mitglieder gefüllt wird
- Vom streng eigennützigem Mensch ausgehend
- Transaktionskostenökonomie:
- Effiziente Einbettung von Transaktionskosten
- Ökonomische Vertragstheorie:
- Wie müssen Verträge gestaltet sein um ökonomisch effizient zu sein?
- Prinzipal-Agent-Theorie ( Prinzipal = Auftraggeber), (Agent= Auftragnehmer)
- Auftragnehmer verfügt über erheblichen Informationsvorsprung
- Positive und negative Handlungsanreize werden untersucht
- Was muss geschehen, damit der Auftragnehmer seinen Informationsvorsprung nicht ausnutzt?
- Kritik an NIÖK:
- Aufrechterhaltung des Homo Oeconomicus
Ökonomische Theorie der Politik
- Vorher Staat kein Akteur mit eigenen Interessen, sondern handelte voraussehbar nach den Kriterien des Gemeinwohls
- 50 er und 60 er Jahre: Public Choice Ansatz:
- Ökonomische Erklärung, wie politische Entscheidungen zustande kommen
- Basiert auf Ansatz der NIÖK, daher auch oft als Teil davon verstanden
- Menschen = zweckrational
- Versucht politische Prozesse aus dem Eigennutzverhalten der beteiligten Akteure abzuleiten
- Auch Politiker handeln nutzenmaximierend
- Wirtschaftsakteure werden gleichgesetzt mit politischen Akteuren
- Politischer Markt: Nachfrager (Bürger und Unternehmen); Anbieter (Politiker)
Bedeutung der Institutionen für die Ökonomie
Institutionen (formell, informell)
- Grenzen Handlungsspielräume der Akteure ein –> voraussehbare und beschleunigte Entscheidungsprozesse –>
- Verringern Unsicherheiten für alle Beteiligte –> erhöhen die Effizienz menschlicher Entscheidungsprozesse
- Senken Transaktionskosten (z.B. Informations- und Sanktionskosten)
- Ökonomische Institutionen: Institutionen die sich auf wirtschaftlichen Sektor der Gesellschaft beziehen
- Grundlage einer modernen Gesellschaft
| Homo oeconomicus | Homo cooperativus |
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Isabelle